Viele Inhaberinnen und Inhaber von KMU beschäftigen sich erst dann mit der Nachfolge, wenn der Zeitdruck bereits gross ist. Ein Prozess von zwei bis drei Jahren ist realistisch — und deutlich weniger schmerzhaft, wenn er nicht unter Zeitdruck stattfindet.
Eine Nachfolge betrifft nicht nur die rechtliche und steuerliche Struktur, sondern auch die operative Unabhängigkeit des Unternehmens von der bisherigen Führung. Diese Unabhängigkeit aufzubauen braucht Zeit.
Am Anfang steht meist nicht die Suche nach einem Käufer oder Nachfolger, sondern die interne Klärung: Soll das Unternehmen in der Familie bleiben, an ein Managementteam übergehen oder verkauft werden? Diese Grundsatzfrage bestimmt den gesamten weiteren Prozess.
Wer zwei bis drei Jahre Vorlauf hat, kann gezielt an Kennzahlen, Prozessen und Abhängigkeiten arbeiten, die den Unternehmenswert und die Übertragbarkeit erhöhen — statt sich mit dem Status quo abfinden zu müssen.